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Alle gegen Rückkehrer Michael Schumacher |
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 Die WM-Rivalen schießen sich verbal auf den 41 Jahre alten Formel-1-Rückkehr ein. Rubens Barrichello, ehemaliger Teamkollege von Michael Schumacher, riet Nico Rosberg sogar zu einem Wechsel des Rennstalls. Heute kommt es in Valencia zum ersten direkten Duell der Konkurrenten auf dem Asphalt.
Der Boss spielt die Psychologie herunter. Ross Brawn ist schließlich ein Ingenieur, ein erstklassiger sogar. Er ist es gewohnt, dass seine technischen Konstrukte funktionieren, wenn sie vernünftig berechnet und sorgfältig zusammengebaut sind. Was der Bediener fühlt, spielt keine Rolle.
Also gibt sich Brawn überzeugt, dass es in Valencia gerade bei den ersten Dienstausflügen der Formel-1-Teams mit ihren neuen Autos nicht um Psychotricks oder Einschüchterung der Gegner geht: „Nicht hier beim Testen“, sagt er, „hier muss die Arbeit erledigt werden, und jeder Fahrer muss sicherstellen, dass seine Informationen akkurat sind.“
Heute dürfen die Fans am Kurs selbst beobachten, ob der Mercedes-Teamchef richtig liegt. Nachdem er am Dienstag nur Nico Rosberg hat testen lassen, gehört das Auto dann zwar allein Michael Schumacher. Den Kurs aber muss er sich am letzten Tag der kurzen Serie mit den Kollegen aus weiteren sechs Teams teilen. Und so kommt es zum ersten direkten Vergleich mit McLarens Weltmeister Jenson Button, vor allem aber mit dem Spanier Fernando Alonso – und zwar nicht nur vor dessen eigenem Publikum, sondern auch noch in Schumachers angestammten Auto: dem Ferrari. Einst hatte Schumacher seine Karriere beendet, als er im Kampf um die WM Alonso unterlegen war.
Platzhirsche drohen also, ihr Territorium abstecken zu wollen. „Solche Dinge sehen wir erst beim ersten Rennen“, beharrt Brawn, „dann wird es spannend.“
Doch deuten viele Anzeichen daraufhin, dass die psychologischen Kleinkriege längst im Gange sind. Konkurrenten, Szenegrößen und Medien loten aus, inwieweit der nicht immer unumstrittene Star Schumacher mit seinem großen Ego im Alter mit Sticheleien aus der Ruhe zu bringen ist.
Am Montagabend erst machte sich der für Williams fahrende Brasilianer Rubens Barrichello ein Späßchen, als er Rosberg Tips geben sollte, wie sich ein Rennstall-Kollege Schumachers zu verhalten habe. „Sieh zu, dass Du wegkommst“, hatte Barrichello lächelnd auf Lager. Sechs Jahre lang rackerte er als Ferraris zweiter Mann hinter Schumacher. 2002 wurde er vom Rennstall in Österreich gar mal als Führender zum Wohle Schumachers zum Abbremsen vor der Ziellinie gezwungen, „Das ist das Einzige, was ich ihm raten kann. Mit meinen Erfahrungen und den Beobachtungen, wie schnell Michael war, weiß ich, dass es ein harter Job für Rosberg wird.“
Am selben Tag sah sich der frühere Renault-Boss Flavio Briatore, nach Manipulationsversuchen aus der Formel 1 verbannt, veranlasst, Schumachers Abgang von Ferrari zu Mercedes zur Attacke zu nutzen: „Schumacher wollte in die Formel 1 zurückkehren, mit Ferrari hätte er nicht die Möglichkeit gehabt“, stichelte der Italiener: „Es ist zu einem uneleganten Verrat gekommen. Schumacher ist wie alle anderen: Sie reden, handeln aber nach persönlichen Interessen.“
Schon bei der Ankündigung des Comebacks hatten die jungen Wilden sich Spitzen gestattet. Sie haben schließlich viel zu verlieren, sollte Schumacher mit 41 und nach drei Jahren Ruhestand gleich wieder schneller und besser sein. „Grundsätzlich glaube ich, dass sich Michael erst einmal im teaminternen Duell gegen Nico Rosberg durchsetzen muss“, merkte Sebastian Vettel an, dessen Red-Bull-Bolide erst nächste Woche zu den Tests ausrückt, „da bin ich gespannt, ob die Jugend Nicos oder die Erfahrung Michaels den Ausschlag gibt.“ Und Adrian Sutil gar lästerte über das Comeback: „Ich frage mich, ob es wirklich sein muss. Er hatte den Zeitpunkt seines Rücktritts eigentlich perfekt gewählt.“
Bei der Teamvorstellung von Mercedes dann knöpften sich britische Journalisten Schumacher vor: Mit der Frage, ob er nun endlich zeigen wolle, dass man auch auf anständige Weise gewinnen könne, gelang die Provokation. Mit dem Sarkasmus eines tief Gekränkten giftete Schumacher: „91 Siege, sieben Titel gewinnt man natürlich nur auf schlechte Art und Weise. Absolut. Sie haben Recht: Ich muss mich nun beweisen.“
Zumeist aber scheint er die Duelle nach Prioritäten abzuarbeiten. Zunächst lässt er derzeit kaum eine Gelegenheit aus, mit größtmöglicher rhetorischer Perfektion klarzustellen, dass er die Nummer eins im Team ist und der junge Rosberg gar nicht erst um eine andere Hierarchie kämpfen muss. „Ich denke nicht, dass wir diese Zeiten als zu argen Maßstab nehmen sollten – vor allem nicht die zwischen mir und Nico“, hatte er am Montag gesagt, als er schneller war als Rosberg. Was auf Anhieb entschuldigend klang, bekam noch eine süffisante Wendung, als Schumacher im Stile von Derrick („Harry, hol den Wagen“) fortfuhr: „Nico hat heute morgen im Prinzip nur Fahrten gemacht, um das Auto zu checken.“
Und nachdem Rosberg sich in seiner Einheit mit dem neuen MGP W01 eher herumgequält hatte wie auf einer U-Boot-Blindfahrt („Ich saß zu tief im Auto. Man sieht die Strecke dann nicht“), ließ Schumacher es sich nicht nehmen, ausgerechnet entsprechende Details zu loben: „Ich fühle mich im Auto auf Anhieb sehr wohl: Sitzposition, alles, ist im Prinzip so, dass ich jetzt gleich loslegen könnte. Was ungewöhnlich ist, das muss man auch dazu sagen. Da spielt wahrscheinlich die Erfahrung eine Rolle, die Ross und ich gemeinsam haben.“
Quelle: Welt.de |
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verfasst am 03.02.2010 - 14:03 von WEBI |
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Eintragszeit: 06.03.2010 - 19:40Name: MC_Razer registriert Mail: mail IM: MC_Razer |
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alohahe |
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Eintragszeit: 03.03.2010 - 21:27Name: jAzZ registriert IM: jAzZ |
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Huhu |
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Ein Herzerfrischend es Hellau an alle |
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| Fidus |
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Bitte Klener |
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| Klener |
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| Danke mone =) |
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Eintragszeit: 10.02.2010 - 07:55Name: mone registriert Mail: mail IM: mone |
| mone |
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Alles Gute Klener zum Geburtstag |
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